Samstag, 14. November 2009

Der gesellschaftliche Zusammenhang unserer Proteste

Derzeit findet ein Umbau der gesamten Gesellschaft nach neoliberalen Gesichtspunkten statt. Alle gesellschaftlichen Zusammenhänge (bspw. das Gesundheitssystem (Asklepios), der öffentliche Nahverkehr und jetzt auch Bildung („Unternehmen Universität“)) sollen zur Ware gemacht, auf „den Markt“ hin ausgerichtet – und mit Hilfe der Disziplinarmacht der Verwertungslogik „des Marktes“ untergeordnet werden. All diese Entwicklungen werden im herrschenden Diskurs als alternativlose Sachzwänge dargestellt.

Nach dieser Vorstellung soll das „survival of the fittest“ - das Durchsetzen der Best-Angepassten in allen gesellschaftlichen Bereichen gelten. → Jede_r soll sich zur (immer wieder neu) angepassten Ich-AG machen. Ausbeutung von Menschen durch Menschen wird als naturgegeben gesehen, „Freiheit“ besteht nach dieser Logik darin, „das Spiel“ „des Marktes“ anzunehmen und bereitwillig mitzuspielen. Demokratische Teilnahme und Teilhabe sollen keine Rolle mehr spielen, da sie der oben beschriebenen Umstrukturierung im Wege stehen.

Die Forderungen sind nicht endgültig, sie werden permanent überarbeitet und konkretisiert.

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