Dienstag, 1. Dezember 2009
Diskussionsveranstaltungen
Heute um 20.oo fand eine hervorragende Diskussionsveranstaltung mit einem tollen "Inputreferat" zum Thema Demokratie statt. Die Teilnehmer unterstützten den schon vorher getroffenen Plenumsbeschluss, sich jeden abend um 8 zusammen zu finden, um sich zu diversen Themen auszutauschen. Alle, die das nun lesen, werden gebeten, sich darüber Gedanken zu machen, was für Themen diskutiert werden können. Vorschläge mit Kontaktdaten gern hier als Kommentar oder an hamburg.brennt@gmx.de
Zum Abendblatt
Das Abendblatt hat inzwischen Stellung zum Artikel bezogen und den Titel geändert und mit einem Asta-Zitat versehen. Danke für diese Richtigstellung. Wir würden gerne dem noch hinzufügen, das auch der Asta nicht wissen kann, was die Mehrheit der Studierenden will, sondern seine Eindrücke wiedergibt, was er auch sagt.
Der Asta und das Abendblatt
Wir wissen nicht, woher das abendblatt die information hat, das die Mehrheit der Studierenden die Besetzung das Audimax "nicht mehr" unterstützen würde
Ehrlich gesagt, wir wussten noch nicht einmal, das es je eine Mehrheit für die Besetzung gegeben habe. Woher sollten wir das auch wissen? Im gegensatz zum Asta haben wir nicht die Möglichkeit, 40.ooo Briefe zu Kosten von min. 10.ooo euro zu verschicken. Was der Druck und die Einrichtung einer "professionellen Campusumfrage" gekostet haben mag, wollen wir lieber nicht wissen...
Jedenfalls sind wir der Meinung, das es bislang nur sehr vereinzelte Aktionen gegen die Besetzung gegeben hat. Die Unterschriftenliste der WiWis ist uns bekannt, siehe unten. Wir laden die Liste gern ins Audimax ein, um über die Besetzung zu diskutieren. Dazu haben wir heute auch ausdrücklich den Asta eingeladen. Eine VV wird in den kommenden Tagen zu diesem Thema statt finden. Infos unter Termine.. Auf Anfrage betonte der Herr Pabsch vom Asta, sie hätten nicht gesagt, das die Mehrheit der Studierenden nicht mehr hinter der Besetzung stehe. Wir würden gerne vom Abendblatt wissen, woher die Information kommt, und ob sie Hand und Fuß hat...
Ehrlich gesagt, wir wussten noch nicht einmal, das es je eine Mehrheit für die Besetzung gegeben habe. Woher sollten wir das auch wissen? Im gegensatz zum Asta haben wir nicht die Möglichkeit, 40.ooo Briefe zu Kosten von min. 10.ooo euro zu verschicken. Was der Druck und die Einrichtung einer "professionellen Campusumfrage" gekostet haben mag, wollen wir lieber nicht wissen...
Jedenfalls sind wir der Meinung, das es bislang nur sehr vereinzelte Aktionen gegen die Besetzung gegeben hat. Die Unterschriftenliste der WiWis ist uns bekannt, siehe unten. Wir laden die Liste gern ins Audimax ein, um über die Besetzung zu diskutieren. Dazu haben wir heute auch ausdrücklich den Asta eingeladen. Eine VV wird in den kommenden Tagen zu diesem Thema statt finden. Infos unter Termine.. Auf Anfrage betonte der Herr Pabsch vom Asta, sie hätten nicht gesagt, das die Mehrheit der Studierenden nicht mehr hinter der Besetzung stehe. Wir würden gerne vom Abendblatt wissen, woher die Information kommt, und ob sie Hand und Fuß hat...
Erklärung des Audimax zur StineErklärung des Präsidiums
Liebe Mitmenschen,
das Plenum des besetzten Audimax bezieht Stellung zu einem Schreiben, dass am Montag, den 30.11.2009 über Stine an alle Studierenden der Universität Hamburg verschickt wurde.
Eine lebendige Diskussions- und Streitkultur gehört von jeher zu unserer Universität. Hierin stimmen wir überein mit dem Präsidium. Inwiefern das Präsidium sein eigenes Verhalten als Beitrag zu einer eben solchen sieht, ist uns jedoch schleierhaft.
Zur demokratischen Lebendigkeit gehört für uns auch, dass sich alle Studierende ihrem eigenen Gewissen verpflichtet fühlen und nicht alle Verantwortung Repräsentant_innen übergeben. Diese Meinung teilten über Tausend Studierende in den vergangenen Wochen, in dem sie in mehreren Vollversammlungen zuerst ihre Besorgnis und dann ihren Unmut über getroffene Entscheidungen kund taten.... Hier klicken für eine Ansicht des gesamten Dokuments...
das Plenum des besetzten Audimax bezieht Stellung zu einem Schreiben, dass am Montag, den 30.11.2009 über Stine an alle Studierenden der Universität Hamburg verschickt wurde.
Eine lebendige Diskussions- und Streitkultur gehört von jeher zu unserer Universität. Hierin stimmen wir überein mit dem Präsidium. Inwiefern das Präsidium sein eigenes Verhalten als Beitrag zu einer eben solchen sieht, ist uns jedoch schleierhaft.
Zur demokratischen Lebendigkeit gehört für uns auch, dass sich alle Studierende ihrem eigenen Gewissen verpflichtet fühlen und nicht alle Verantwortung Repräsentant_innen übergeben. Diese Meinung teilten über Tausend Studierende in den vergangenen Wochen, in dem sie in mehreren Vollversammlungen zuerst ihre Besorgnis und dann ihren Unmut über getroffene Entscheidungen kund taten.... Hier klicken für eine Ansicht des gesamten Dokuments...
Pressemitteilung aller besetzten Bildungseinrichtungen Hamburgs
„Wir werden immer mehr!“
(1.12.09, Hamburg) Die Proteste gehen weiter: Sie begannen mit der Besetzung des Audimax vor knapp drei Wochen. Inzwischen haben sich mehrere Hamburger Hochschulen der Bewegung mit eigenen Besetzungen angeschlossen. Dabei sind die TU Harburg, mehrere Departements der HAW, Studierende des “Pferdestalls”, des Instituts für Soziologie und Politikwissenschaft, sowie ein Aktionsbündnis der (Ex-)HWP.
Gemeinsam protestieren die Studierenden für ihr Recht auf gebührenfreie Bildung für alle und strukturelle Veränderungen ihrer Hochschulen, hin zu mehr Mitbestimmung.
In Hinblick auf die Folgen der Schulzeitverkürzung in Hamburg befürchten die Studierenden 2010 gewaltigerger Hochschulen... Klicken sie hier für das gesamte dokument...
(1.12.09, Hamburg) Die Proteste gehen weiter: Sie begannen mit der Besetzung des Audimax vor knapp drei Wochen. Inzwischen haben sich mehrere Hamburger Hochschulen der Bewegung mit eigenen Besetzungen angeschlossen. Dabei sind die TU Harburg, mehrere Departements der HAW, Studierende des “Pferdestalls”, des Instituts für Soziologie und Politikwissenschaft, sowie ein Aktionsbündnis der (Ex-)HWP.
Gemeinsam protestieren die Studierenden für ihr Recht auf gebührenfreie Bildung für alle und strukturelle Veränderungen ihrer Hochschulen, hin zu mehr Mitbestimmung.
In Hinblick auf die Folgen der Schulzeitverkürzung in Hamburg befürchten die Studierenden 2010 gewaltigerger Hochschulen... Klicken sie hier für das gesamte dokument...
Unterschriftenaktion der WiWi-Liste
Mit Unterschriften gegen Uni-Besetzer
Studenten wehren sich gegen ihre Audimax-Kommilitonen
VON SIMONE PAULS
Morgen ist das Audimax seit drei Wochen von einer Gruppe von Studenten besetzt. Vieler ihrer Kommilitonen sind allmählich genervt, weil Vorlesungen ausfallen und anstehende Klausuren vielleicht auch. Heute starten Studenten eine Unterschriftenaktion - gegen die Besetzung
Zur Frage der anstehenden Klausuren wird das Audimax in den kommenden Tagen klar Stellung beziehen. Für Gespräche stehen wir den Klausurstellern, wie auch der WIWI lister gern zur Verfügung. Statt sich zu unterhalten wird auch hier einfach irgendwas gestartet. Es scheint, als würden alle gern übers Audimax, aber keiner mit den Menschen drin reden wollen...
Studenten wehren sich gegen ihre Audimax-Kommilitonen
VON SIMONE PAULS
Morgen ist das Audimax seit drei Wochen von einer Gruppe von Studenten besetzt. Vieler ihrer Kommilitonen sind allmählich genervt, weil Vorlesungen ausfallen und anstehende Klausuren vielleicht auch. Heute starten Studenten eine Unterschriftenaktion - gegen die Besetzung
Zur Frage der anstehenden Klausuren wird das Audimax in den kommenden Tagen klar Stellung beziehen. Für Gespräche stehen wir den Klausurstellern, wie auch der WIWI lister gern zur Verfügung. Statt sich zu unterhalten wird auch hier einfach irgendwas gestartet. Es scheint, als würden alle gern übers Audimax, aber keiner mit den Menschen drin reden wollen...
Montag, 30. November 2009
Erklärung des Präsidiums zur Audimax-Besetzung
Anstatt zu uns zu kommen, schickt das Präsidium lieber Mails an alle studis. Hier der Link. Das Audimax wird das auf dem 18.oo Uhr Plenum diskutieren
Sonntag, 29. November 2009
Programm vom besetzten Pferdestall für MORGEN
###Alternativpgrogramm Pferdestall Montag 30.11.###
10:00-12:00 Fernando Da Ponte Geöffnetes Seminar (Foucault - Wille zum Wissen/WiWi 0077)
12:00-14:00 Dennis Kock Workshop (Plakate Puppen etc. für Demo bauen/T-Stube)
14:00-16:00 Marco Tiesler Geöffnetes Seminar (Modernität und Barberei,Exklusion/Hart Backboard)
16:00-18:00 Fernando Da Ponte Seminar (Einstieg: Was ist Kritik/Hart Backboard)
20:00-23:00 Cinema Historia Filmvorführung (To Kill A Mockingbird/Audimax2)
10:00-12:00 Fernando Da Ponte Geöffnetes Seminar (Foucault - Wille zum Wissen/WiWi 0077)
12:00-14:00 Dennis Kock Workshop (Plakate Puppen etc. für Demo bauen/T-Stube)
14:00-16:00 Marco Tiesler Geöffnetes Seminar (Modernität und Barberei,Exklusion/Hart Backboard)
16:00-18:00 Fernando Da Ponte Seminar (Einstieg: Was ist Kritik/Hart Backboard)
20:00-23:00 Cinema Historia Filmvorführung (To Kill A Mockingbird/Audimax2)
Samstag, 28. November 2009
"Kritik der neoliberalen Zerstörung der Universität" - Rede von Prof.Stapelfeldt
Hier das Skript der Rede, die Gerhard Stapelfeldt (Professor am Institut für Soziologie der Universität Hamburg) am 24.11.09 auf Einladung des StudentInnenrates der Uni Leipzig in Leipzig und am 27.11.09 auf Einladung des FSR Psychologie anlässlich der Kundgebung auf dem Ida-Ehre-Platz in Hamburg gehalten hat: download
Wir brauchen Stoff...!
Bringt alte Stoffe (Gardinen, Tischdecken, Bettlaken, whatever...) ins Audimax! Damit wir ganz viele Solitransparente malen können! :-D
Bonn: This is what democracy looks like!
Solidarität mit den gewaltsam geräumten Besetzenden in Bonn am Samstag morgen. Es gab keine Vorankündigung, keinen Dialog! So viel zur Demokratie an den Hochschulen und anderswo.
Macht weiter, lasst euch nicht unterkriegen. Dass sie euch räumen heisst nur, dass ihnen die Worte fehlen!
Macht weiter, lasst euch nicht unterkriegen. Dass sie euch räumen heisst nur, dass ihnen die Worte fehlen!
Freitag, 27. November 2009
Donnerstag, 26. November 2009
Aktuelle Programminfos per SMS
In Zukunft wird das Audimax-Programm, so wie sehr dringliche Nachrichten auch per Sms zu euch kommen. Das ist natürlich für euch kostenfrei;) Und ab Montag werden in den großen Hörsälen regelmässig Veranstaltungen, Diskussionsrunden und Podiumsdiskussionen stattfinden.
Schreibt dazu bitte eine Email mit eurer Handynummer im Betreff an: hamburg.brennt@gmx.de
Wir wissen um die Datenschutzproblematik und werden vertrauensvoll mit den Daten umgehen, so zum Beispiel wird nur die Nummer von uns gespeichert, jedoch kein Name dazu! Grüzi
Schreibt dazu bitte eine Email mit eurer Handynummer im Betreff an: hamburg.brennt@gmx.de
Wir wissen um die Datenschutzproblematik und werden vertrauensvoll mit den Daten umgehen, so zum Beispiel wird nur die Nummer von uns gespeichert, jedoch kein Name dazu! Grüzi
Mittwoch, 25. November 2009
Termine heute
HWP:
Jetzt gerade tagt der Fakultätsrat der HWP öffentlich im Hörsaal der HWP. Es geht um die Besetzung nicht besetzter Professuren im Bereich Arbeitsrecht, die zurück in die juristische Fakultät verlagert werden sollen. Damit würde das Fachgebiet Arbeits- und Wirtschaftsrecht im sozial-ökonomischen Studiengang abgeschafft.
GAL
Die GAL lädt heute um 20:00 Uhr ein zur Diskussion zum Thema Hochschulpolitik in Hamburg in der Geschäftsstelle der Partei. Ist zwar eigentlich parteiintern aber wir wissen ja, wo sich die Geschäftsstelle befindet und wie wichtig es ist mitzureden, wenn es um die Entwicklung der Uni geht! Frau Löschper und andere Uniangehörige werden erwartet.
Jetzt gerade tagt der Fakultätsrat der HWP öffentlich im Hörsaal der HWP. Es geht um die Besetzung nicht besetzter Professuren im Bereich Arbeitsrecht, die zurück in die juristische Fakultät verlagert werden sollen. Damit würde das Fachgebiet Arbeits- und Wirtschaftsrecht im sozial-ökonomischen Studiengang abgeschafft.
GAL
Die GAL lädt heute um 20:00 Uhr ein zur Diskussion zum Thema Hochschulpolitik in Hamburg in der Geschäftsstelle der Partei. Ist zwar eigentlich parteiintern aber wir wissen ja, wo sich die Geschäftsstelle befindet und wie wichtig es ist mitzureden, wenn es um die Entwicklung der Uni geht! Frau Löschper und andere Uniangehörige werden erwartet.
Dienstag, 24. November 2009
Die Besetzer_innen laden Dieter Lenzen ins Audimax ein !
PRESSEMITTEILUNG (24.11.2009)
Die Besetzer_innen des Audimax an der Uni Hamburg weisen Äußerungen Margret Wintermantels zurück und laden den redseligen Kandidaten Dieter Lenzen ins Audimax ein
Die derzeitige Präsidentin der Hochschulrektoren-Konferenz (HRK) Margret Wintermantel hat am heutigen Dienstag DeutschlandRadio Kultur ein Interview gegeben, das sie als ernsthafte Diskussionspartnerin vollständig disqualifiziert.
Frau Wintermantel wirft den Studierenden unter anderem Ungeduld vor („Es bewegt sich schon etwas, aber die Studierenden sind furchtbar ungeduldig.“). Das ist eine zurückzuweisende Meinung, denn nach Jahren des erlittenen Bachelor-Master-Stress, formierte sich im Sommer 2009 eine breite Protestbewegung, die schon damals mit Verständnis von allen Seiten zugeschüttet wurde. Doch passiert ist seitdem Nichts. Und auch schon vor dem Bildungsstreik zeigten unzählige empirische Studien die Unstudierbarkeit der Bachelor auf (erhöhte Abbruchquoten, massiv auftretende Burn-Out-Syndrome etc.). Warme Worte ohne danach konsequent zu handeln nehmen keinen Prüfungsdruck, helfen nicht dabei, den überfrachteten Stundenplan zu verkleinern, sichern einem keinen Master-Studienplatz und geben einem nicht mehr Wahlfreiheit. Nicht Ungeduld, sondern die langsam zu Ende gehende Geduld der Studierenden mit den Entscheidungsträger_innen kennzeichnen die derzeitigen Proteste. Denn: Auf die Schulter klopfen können wir uns selber.
Weitaus skandalöser ist die Einschätzung Wintermantels, dass der Vorwurf der Entdemokratisierung an den Unis „barer Unfug“ sei. Wir Hamburger Studierenden möchten Frau Wintermantel fragen: Ist es barer Unfug, dass unter Wissenschaftssenator Jörg Dräger die universitäre Mitbestimmung in Gremien vielfach eingestampft wurde? Ist es barer Unfug, dass an vielen Hochschulen ein Hochschulrat ohne jegliche demokratische Legitimation existiert, der die „Strategische Steuerung“ der Hochschulen zur Aufgabe hat? Ist es barer Unfug, dass das aktuelle Verfahren zur Uni-Präsidenten-Findung in Hamburg intransparent und nicht-öffentlich ist und es noch nicht mal eine wirkliche Wahl war (u.a. weil es keine Auswahl gab)? Ist die Erprobungsklausel im Berliner Hochschulgesetz, die dort dem FU-Präsidium unter Dieter Lenzen erlaubte Entscheidungsprozesse über den Akademischen Senat hinweg durchzuziehen „barer Unfug“ ?
Wir hoffen, dass mit diesen Fragen klar wird, dass Frau Wintermantel in keinster Weise die Realitäten an deutschen Hochschulen wahrnimmt. Das liegt daran, dass Frau Wintermantel und die HRK diese Strukturen selbst (mit-)erschaffen bzw. eingefordert haben. Denn die HRK ist nicht die Stimme der Universitäten, sondern eine Lobbyorganisation der Uni-Leitungen. Seit Jahren arbeitet diese Organisation mit der Bertelsmann Stiftung im Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zusammen. Die Ziele: Die Akzeptanz der Studiengebühren erhöhen; Hochschulen zu Unternehmen umtransformieren (inklusiver mächtiger Führungsebenen) sowie den Wettbewerb zwischen Unis anheizen. Kein Wunder also, dass sich Frau Wintermantel nur das aus den Forderungen der Studierenden rauspickt, was ihr und ihrer Organisation nicht schadet. Die Forderungen der Studierenden sind aber kein IKEA-Katalog, aus dem man sich das angenehmste aussucht: eine radikale BA-MA-Reform beispielsweise ist nicht zu trennen von der Notwendigkeit nach Gebührenfreiheit sowie den Forderungen nach demokratischen Strukturen!
Zuletzt noch einige Anmerkungen zu Dieter Lenzen. Jener Kandidat (wir halten ihn nicht für den Präsidenten) gibt derzeit in jedes Mikrophon, was man ihm vor die Nase hält, ein Interview. Das soll seine Akzeptanz in der Öffentlichkeit sowie an der Uni erhöhen. Wenn Herr Lenzen so gerne redet, dann wird er doch auch gerne mal öffentlich an der Uni über seine Ideen sprechen können und sich der Diskussion mit den Studierenden stellen. Wir laden Dieter Lenzen deswegen hiermit ins besetzte Audimax ein und sind sicher, dass wir die besseren Argumente auf unserer Seite haben.
Die Besetzer_innen des Audimax an der Uni Hamburg weisen Äußerungen Margret Wintermantels zurück und laden den redseligen Kandidaten Dieter Lenzen ins Audimax ein
Die derzeitige Präsidentin der Hochschulrektoren-Konferenz (HRK) Margret Wintermantel hat am heutigen Dienstag DeutschlandRadio Kultur ein Interview gegeben, das sie als ernsthafte Diskussionspartnerin vollständig disqualifiziert.
Frau Wintermantel wirft den Studierenden unter anderem Ungeduld vor („Es bewegt sich schon etwas, aber die Studierenden sind furchtbar ungeduldig.“). Das ist eine zurückzuweisende Meinung, denn nach Jahren des erlittenen Bachelor-Master-Stress, formierte sich im Sommer 2009 eine breite Protestbewegung, die schon damals mit Verständnis von allen Seiten zugeschüttet wurde. Doch passiert ist seitdem Nichts. Und auch schon vor dem Bildungsstreik zeigten unzählige empirische Studien die Unstudierbarkeit der Bachelor auf (erhöhte Abbruchquoten, massiv auftretende Burn-Out-Syndrome etc.). Warme Worte ohne danach konsequent zu handeln nehmen keinen Prüfungsdruck, helfen nicht dabei, den überfrachteten Stundenplan zu verkleinern, sichern einem keinen Master-Studienplatz und geben einem nicht mehr Wahlfreiheit. Nicht Ungeduld, sondern die langsam zu Ende gehende Geduld der Studierenden mit den Entscheidungsträger_innen kennzeichnen die derzeitigen Proteste. Denn: Auf die Schulter klopfen können wir uns selber.
Weitaus skandalöser ist die Einschätzung Wintermantels, dass der Vorwurf der Entdemokratisierung an den Unis „barer Unfug“ sei. Wir Hamburger Studierenden möchten Frau Wintermantel fragen: Ist es barer Unfug, dass unter Wissenschaftssenator Jörg Dräger die universitäre Mitbestimmung in Gremien vielfach eingestampft wurde? Ist es barer Unfug, dass an vielen Hochschulen ein Hochschulrat ohne jegliche demokratische Legitimation existiert, der die „Strategische Steuerung“ der Hochschulen zur Aufgabe hat? Ist es barer Unfug, dass das aktuelle Verfahren zur Uni-Präsidenten-Findung in Hamburg intransparent und nicht-öffentlich ist und es noch nicht mal eine wirkliche Wahl war (u.a. weil es keine Auswahl gab)? Ist die Erprobungsklausel im Berliner Hochschulgesetz, die dort dem FU-Präsidium unter Dieter Lenzen erlaubte Entscheidungsprozesse über den Akademischen Senat hinweg durchzuziehen „barer Unfug“ ?
Wir hoffen, dass mit diesen Fragen klar wird, dass Frau Wintermantel in keinster Weise die Realitäten an deutschen Hochschulen wahrnimmt. Das liegt daran, dass Frau Wintermantel und die HRK diese Strukturen selbst (mit-)erschaffen bzw. eingefordert haben. Denn die HRK ist nicht die Stimme der Universitäten, sondern eine Lobbyorganisation der Uni-Leitungen. Seit Jahren arbeitet diese Organisation mit der Bertelsmann Stiftung im Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zusammen. Die Ziele: Die Akzeptanz der Studiengebühren erhöhen; Hochschulen zu Unternehmen umtransformieren (inklusiver mächtiger Führungsebenen) sowie den Wettbewerb zwischen Unis anheizen. Kein Wunder also, dass sich Frau Wintermantel nur das aus den Forderungen der Studierenden rauspickt, was ihr und ihrer Organisation nicht schadet. Die Forderungen der Studierenden sind aber kein IKEA-Katalog, aus dem man sich das angenehmste aussucht: eine radikale BA-MA-Reform beispielsweise ist nicht zu trennen von der Notwendigkeit nach Gebührenfreiheit sowie den Forderungen nach demokratischen Strukturen!
Zuletzt noch einige Anmerkungen zu Dieter Lenzen. Jener Kandidat (wir halten ihn nicht für den Präsidenten) gibt derzeit in jedes Mikrophon, was man ihm vor die Nase hält, ein Interview. Das soll seine Akzeptanz in der Öffentlichkeit sowie an der Uni erhöhen. Wenn Herr Lenzen so gerne redet, dann wird er doch auch gerne mal öffentlich an der Uni über seine Ideen sprechen können und sich der Diskussion mit den Studierenden stellen. Wir laden Dieter Lenzen deswegen hiermit ins besetzte Audimax ein und sind sicher, dass wir die besseren Argumente auf unserer Seite haben.
Labels:
Hamburg brennt,
Lenzen,
Unsere Uni
Montag, 23. November 2009
Größte Vollversammlung seit Jahren an der Uni Hamburg beschließt Resolution
PRESSEMITTEILUNG (23.11.2009)
Bei der größten uniweiten, studentischen Vollversammlung seit Jahren kamen heute etwa 2000 Studierende im besetzten Audimax der Uni Hamburg zusammen. Auf der Tagesordnung stand das weitere Vorgehen bezüglich der Präsidenten-“Wahl“ an der Uni. Es wurde nahezu einstimmig eine Resolution verabschiedet, die sich auf das Leitbild der Universität stützt und unter anderem folgende Punkte enthält (gesamte Resolution siehe unten):
Die Mitglieder des Akademischen Senats werden aufgefordert, sofort eine juristische Prüfung des angewendeten und offenkundig regelverletzenden „Wahl“-Verfahrens mit dem Ziel zu veranlassen, einen Neubeginn der Leitungs-Findung zu ermöglichen.
Dieter Lenzen wird aufgefordert, sich der Kritik in öffentlicher Diskussion zu stellen.
Die Resolution wurde nach der Vollversammlung, bei der auch die sehr erfolgversprechende Kampagne für Gebührenfreiheit vorgestellt wurde (www.gebuehrenfreiheit.de), dem Vize-Präsidenten der Uni, Herrn Fischer, verlesen und überreicht.
Das enorme Interesse der Studierenden an der Vollversammlung zeigt, dass die unbedingte Notwendigkeit von demokratischen Entscheidungsstrukturen an der Uni von einer sehr großen Masse der Studierenden geteilt wird. Auch beweist der heutige Tag, dass die Präsidenten-“Wahl“ für uns keine abgeschlossene Sache ist, sondern wir das Verfahren sowie den Kandidaten Lenzen weiterhin für inakzeptabel halten. Sicher ist: Wir werden noch einiges auf die Beine stellen.
Übrigens wurde heute auch die TU Hamburg-Harburg besetzt sowie aus Protest gegenüber der Präsidenten-“Wahl“ das Gebäude der Ex-HWP.
Bei der größten uniweiten, studentischen Vollversammlung seit Jahren kamen heute etwa 2000 Studierende im besetzten Audimax der Uni Hamburg zusammen. Auf der Tagesordnung stand das weitere Vorgehen bezüglich der Präsidenten-“Wahl“ an der Uni. Es wurde nahezu einstimmig eine Resolution verabschiedet, die sich auf das Leitbild der Universität stützt und unter anderem folgende Punkte enthält (gesamte Resolution siehe unten):
Die Mitglieder des Akademischen Senats werden aufgefordert, sofort eine juristische Prüfung des angewendeten und offenkundig regelverletzenden „Wahl“-Verfahrens mit dem Ziel zu veranlassen, einen Neubeginn der Leitungs-Findung zu ermöglichen.
Dieter Lenzen wird aufgefordert, sich der Kritik in öffentlicher Diskussion zu stellen.
Die Resolution wurde nach der Vollversammlung, bei der auch die sehr erfolgversprechende Kampagne für Gebührenfreiheit vorgestellt wurde (www.gebuehrenfreiheit.de), dem Vize-Präsidenten der Uni, Herrn Fischer, verlesen und überreicht.
Das enorme Interesse der Studierenden an der Vollversammlung zeigt, dass die unbedingte Notwendigkeit von demokratischen Entscheidungsstrukturen an der Uni von einer sehr großen Masse der Studierenden geteilt wird. Auch beweist der heutige Tag, dass die Präsidenten-“Wahl“ für uns keine abgeschlossene Sache ist, sondern wir das Verfahren sowie den Kandidaten Lenzen weiterhin für inakzeptabel halten. Sicher ist: Wir werden noch einiges auf die Beine stellen.
Übrigens wurde heute auch die TU Hamburg-Harburg besetzt sowie aus Protest gegenüber der Präsidenten-“Wahl“ das Gebäude der Ex-HWP.
Wider die bockige Durchsetzung eines unmöglichen Uni-Präsidenten
Resolution der studentischen Vollversammlung vom 23. 11. 2009
Anstatt aus dem Scheitern einer exklusiv gekürten, wirtschaftsnahen und autoritären Präsidentin zu lernen, haben Hochschulrat und Akademischer Senat nun diese Tragödie als Farce wiederholt. Hektisch durchgedrückt wurde gegen massiven und begründeten öffentlichen Widerstand Dieter Lenzen, der als Präsident der FU-Berlin unrühmliche Bekanntheit erlangte mit
einer strengen Zurichtung der Universität auf wirtschaftsnahe „Wissenschaftscluster“,
der dazugehörigen Abwicklung gesellschaftskritischer und allgemeinbildender Forschungs- und Studienanteile und
der Missachtung demokratischer Gremien, Mitbestimmung sowie studentischer Kritik.
Seine Benennung konnte nur durch ein verschärft antidemokratisches Auswahl- und Entscheidungsverfahren sowie erpresserische Forderungen des Kandidaten gelingen. Hätten sich die beteiligten Organe der Universität an die vorgeschlagenen Alternativen zur Öffnung, Veröffentlichung und Diskussion des Verfahrens und des bzw. der KandidatInnen gehalten, wäre die Kür eines Wesensverwandten von Monika Auweter-Kurtz unmöglich gewesen. Um aber den Wunschkandidaten von Hochschulrat und Hamburger Senat durchzusetzen, wurden selbst Mindeststandards von Gremiendemokratie und Berufungsverfahren verletzt.
Dieter Lenzen ist – selbst im betörendsten Schafskostüm – als Hochschulpräsident weder geeignet noch erwünscht.
Die Entscheidung ist daher inakzeptabel. Die studentische Vollversammlung fordert die sofortige Revision. Eine künftige Universitätsleitung muß:
im Einklang mit der Präambel der Grundordnung und dem Leitbild der Universität für sozial verantwortliche Wissenschaft und Bildung mündiger Menschen für eine friedliche, demokratische und gerechte Gesellschaft eintreten,
die Einheit von Forschung, Lehre, Studium und Selbstverwaltung vertreten,
den kooperativen Zusammenhang der Universität und die Fächervielfalt fördern,
in diesem Verständnis für eine bedarfsgerechte, öffentliche Hochschulfinanzierung und demokratische Mittelverteilung einstehen, anstatt die inhaltliche Einflussnahme privater Geldgeber und die konkurrenzverschärfende Drittmittelorientierung zu befördern,
die sofortige Abschaffung aller Studiengebühren befürworten und sich aktiv dafür einsetzen,
sich den Positionen und Beschlüssen der akademischen Gremien verpflichtet sehen und die gleichberechtigte Verständigung mit allen Statusgruppen und ihren Interessenvertretungen suchen.
Eine neue Leitungs-Findung muß die demokratische Wahl solcher KandidatInnen ermöglichen.
Die Vollversammlung ruft alle Mitglieder der Universität auf, die Aktivitäten für ein gebührenfreies Studium, eine umfassende Studienreform „von unten“ und die Demokratisierung der Uni, insbesondere für die Abschaffung des Hochschulrats sowie für gesellschaftskritische Wissenschaftsinhalte zu intensivieren.
Der Akademische Senat und das derzeitige Präsidium sollen hinkünftig durch Sitzungsbesuche von der kritischen Hochschulöffentlichkeit ihrer Verantwortung für eine sozial vernünftige, kollegiale und demokratische Umgestaltung des universitären Alltags nachdrücklich erinnert werden.
Der AStA wird aufgefordert, sich seiner Verantwortung im Studierendenparlament in öffentlicher Diskussion zu stellen, zu der hochschulöffentlich einzuladen ist.
Die Mitglieder des Akademischen Senats werden aufgefordert, sofort eine juristische Prüfung des stattgehabten und offenkundig regelverletzenden „Wahl“-Verfahrens mit dem Ziel zu veranlassen, einen Neubeginn der Leitungs-Findung zu ermöglichen.
Dieter Lenzen wird aufgefordert, sich der Kritik in öffentlicher Diskussion zu stellen.
Wir fordern alle öffentlichen Kritiker des Verfahrens und des Kandidaten - auch außerhalb der Universität - auf, sich nicht nur populär zu äußern, sondern ihrer Kritik auch Taten folgen zu lassen und sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln für unsere Positionen einzusetzen.
Anstatt aus dem Scheitern einer exklusiv gekürten, wirtschaftsnahen und autoritären Präsidentin zu lernen, haben Hochschulrat und Akademischer Senat nun diese Tragödie als Farce wiederholt. Hektisch durchgedrückt wurde gegen massiven und begründeten öffentlichen Widerstand Dieter Lenzen, der als Präsident der FU-Berlin unrühmliche Bekanntheit erlangte mit
einer strengen Zurichtung der Universität auf wirtschaftsnahe „Wissenschaftscluster“,
der dazugehörigen Abwicklung gesellschaftskritischer und allgemeinbildender Forschungs- und Studienanteile und
der Missachtung demokratischer Gremien, Mitbestimmung sowie studentischer Kritik.
Seine Benennung konnte nur durch ein verschärft antidemokratisches Auswahl- und Entscheidungsverfahren sowie erpresserische Forderungen des Kandidaten gelingen. Hätten sich die beteiligten Organe der Universität an die vorgeschlagenen Alternativen zur Öffnung, Veröffentlichung und Diskussion des Verfahrens und des bzw. der KandidatInnen gehalten, wäre die Kür eines Wesensverwandten von Monika Auweter-Kurtz unmöglich gewesen. Um aber den Wunschkandidaten von Hochschulrat und Hamburger Senat durchzusetzen, wurden selbst Mindeststandards von Gremiendemokratie und Berufungsverfahren verletzt.
Dieter Lenzen ist – selbst im betörendsten Schafskostüm – als Hochschulpräsident weder geeignet noch erwünscht.
Die Entscheidung ist daher inakzeptabel. Die studentische Vollversammlung fordert die sofortige Revision. Eine künftige Universitätsleitung muß:
im Einklang mit der Präambel der Grundordnung und dem Leitbild der Universität für sozial verantwortliche Wissenschaft und Bildung mündiger Menschen für eine friedliche, demokratische und gerechte Gesellschaft eintreten,
die Einheit von Forschung, Lehre, Studium und Selbstverwaltung vertreten,
den kooperativen Zusammenhang der Universität und die Fächervielfalt fördern,
in diesem Verständnis für eine bedarfsgerechte, öffentliche Hochschulfinanzierung und demokratische Mittelverteilung einstehen, anstatt die inhaltliche Einflussnahme privater Geldgeber und die konkurrenzverschärfende Drittmittelorientierung zu befördern,
die sofortige Abschaffung aller Studiengebühren befürworten und sich aktiv dafür einsetzen,
sich den Positionen und Beschlüssen der akademischen Gremien verpflichtet sehen und die gleichberechtigte Verständigung mit allen Statusgruppen und ihren Interessenvertretungen suchen.
Eine neue Leitungs-Findung muß die demokratische Wahl solcher KandidatInnen ermöglichen.
Die Vollversammlung ruft alle Mitglieder der Universität auf, die Aktivitäten für ein gebührenfreies Studium, eine umfassende Studienreform „von unten“ und die Demokratisierung der Uni, insbesondere für die Abschaffung des Hochschulrats sowie für gesellschaftskritische Wissenschaftsinhalte zu intensivieren.
Der Akademische Senat und das derzeitige Präsidium sollen hinkünftig durch Sitzungsbesuche von der kritischen Hochschulöffentlichkeit ihrer Verantwortung für eine sozial vernünftige, kollegiale und demokratische Umgestaltung des universitären Alltags nachdrücklich erinnert werden.
Der AStA wird aufgefordert, sich seiner Verantwortung im Studierendenparlament in öffentlicher Diskussion zu stellen, zu der hochschulöffentlich einzuladen ist.
Die Mitglieder des Akademischen Senats werden aufgefordert, sofort eine juristische Prüfung des stattgehabten und offenkundig regelverletzenden „Wahl“-Verfahrens mit dem Ziel zu veranlassen, einen Neubeginn der Leitungs-Findung zu ermöglichen.
Dieter Lenzen wird aufgefordert, sich der Kritik in öffentlicher Diskussion zu stellen.
Wir fordern alle öffentlichen Kritiker des Verfahrens und des Kandidaten - auch außerhalb der Universität - auf, sich nicht nur populär zu äußern, sondern ihrer Kritik auch Taten folgen zu lassen und sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln für unsere Positionen einzusetzen.
Labels:
Hamburg,
Hamburg brennt,
Lenzen,
Uni Hamburg
Bemerkungen zur Ökonomisierung der Wissenschaft?
Eine interessante Abschiedsrede aus dem Jahre 2007 über Ökonomisierung und Lenzen von Bodo Zeuner, Emeritus am Otto-Suhr-Institut an der FU Berlin.
"Eine Universität, die sich als Gemeinwesen versteht, wird sich einem öffentlichen Auftrag verpflichtet fühlen und sich über den Inhalt des öffentlichen Auftrags intern streiten. Eine Universität nach dem Modell des Privatunternehmens wird sich umdefinieren zur Unterordnung all ihrer Tätigkeiten unter das oberste Prinzip, auf dem Markt erfolgreich zu sein. Dieses Modell der unternehmerischen Universität nimmt vollständig Abschied von der Idee und der Tradition der Universität nicht nur als Gruppenuniversität sondern überhaupt als Gemeinwesen.
Gibt es Hoffnung, dass die „unternehmerische Universität“ nicht das Ende der Universitätsgeschichte ist?"
Link zum Text auf nachdenken.de.
"Eine Universität, die sich als Gemeinwesen versteht, wird sich einem öffentlichen Auftrag verpflichtet fühlen und sich über den Inhalt des öffentlichen Auftrags intern streiten. Eine Universität nach dem Modell des Privatunternehmens wird sich umdefinieren zur Unterordnung all ihrer Tätigkeiten unter das oberste Prinzip, auf dem Markt erfolgreich zu sein. Dieses Modell der unternehmerischen Universität nimmt vollständig Abschied von der Idee und der Tradition der Universität nicht nur als Gruppenuniversität sondern überhaupt als Gemeinwesen.
Gibt es Hoffnung, dass die „unternehmerische Universität“ nicht das Ende der Universitätsgeschichte ist?"
Link zum Text auf nachdenken.de.
Sonntag, 22. November 2009
Woche der Demokratie (07.12-11.12.09)
Die letzten Tage an der Uni Hamburg waren ein Paradebeispiel für die katastrophalen Zustände in unserer Gesellschaft. Was bedeutet Demokratie und kann mensch bei solchen Vorfallen noch von demokratischen Strukturen sprechen? Da es im Hochschulrat und dem Akademischen Senat eine kritisch zu betrachtende Vorstellung von Demokratie gibt, möchten wir an unserer Universität eine breite Diskussion rund um das Thema Demokratie starten. Am Ende soll ein Reader, Videos, ... der UniLeitung und dem Kandidaten Herrn Lenzen übergeben werden. Auf dieser Grundlage hoffen wir, positive Veränderungen an der Universität herbeizuführen. Weitere Infos findet ihr auf www.woche-der-demokratie.de.
Audimax Event mit verschiedenen Bands am Montag
Nach der global week of action und der „Ernennung“ Dieter Lenzens zum Nachfolger von „Raketen-Moni“ starten wir mit musikalischer Unterstützung in eine neue Woche des Widerstands.
Ab 12h DJ_anes: Hip Hop, Reggae, Dancehall, Soul, Elektro, Ethno
Daneben wird es Trommler, Jongleure, Akrobaten und gute, politisch aktive Stimmung geben.
Ab 17h Bands: Liedfett, Bambi, Goodbye Jersey, Le Fly, Lobster Society
Im Lauf des Tages werden verschiedene Redner in kurzen Beiträgen zu den Forderungen der Proteste sprechen und über die Situation der Proteste berichten.
Themen werden dabei unter anderem sein:
Ab 18h: offenes Plenum der Besetzenden (eventuell)
Ab 12h DJ_anes: Hip Hop, Reggae, Dancehall, Soul, Elektro, Ethno
Daneben wird es Trommler, Jongleure, Akrobaten und gute, politisch aktive Stimmung geben.
Ab 17h Bands: Liedfett, Bambi, Goodbye Jersey, Le Fly, Lobster Society
Im Lauf des Tages werden verschiedene Redner in kurzen Beiträgen zu den Forderungen der Proteste sprechen und über die Situation der Proteste berichten.
Themen werden dabei unter anderem sein:
- Die fabelhafte Welt der neoliberalen Bildung
- Das weitere Vorgehen gegen Dieter Lenzen
- Demokratisierungsansätze für das Präsidentenfindungsverfahren
- Entwicklungen in der Hochschulpolitik ab 2002
- Situation in Österreich, konkrete Probleme, Solidarität
- Berichte von den Besetzungen und Protesten aus anderen Unis
Ab 18h: offenes Plenum der Besetzenden (eventuell)
Abonnieren
Posts (Atom)